Kontext: Magazine

Stadtarchiv Memmingen

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Magazinkapazität

Zur Vorstellung des neuen Magazinraums des Stadtarchivs 2007 durfte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die ersten Sammelbände in die Regale stellen. Diese Kapazitätserweiterung soll den steigenden Archivbedarf für die nächsten 20-30 Jahre decken.

In die Erweiterung des Stadtarchivs im Erdgeschoss des Grimmelhauses investierte die Stadt circa 95 000 Euro, alleine 60 000 Euro für die fahrbare Regalanlage. „Etwa 20 laufende Meter Archivgut haben wir im letzten Jahr noch aufnehmen können. Durch die Erweiterung der Kapazität wurden jetzt optimale Bedingungen für das „Gedächtnis der Stadt“ geschaffen und wir sind jetzt in der Lage, weitere archivwürdige Dokumente der Stadtverwaltung zu übernehmen“, so der Leiter des Stadtarchivs, Diplom-Archivar Christoph Engelhard. Umso erfreuter ist er über die neugeschaffene Magazinkapazität von 1 900 laufenden Metern. Dies ist noch einmal weit mehr als das bestehende Fassungsvermögen im Kellergeschoss des Hauses.

Der hinzugekommene Magazinraum ist für das „neuere“ Archivgut vorgesehen. Dokumente ab 1945 werden hier ihren Platz finden. Mit dem ersten Schriftverkehr der amerikanischen Besatzer nach Kriegsende sowie der Sammelbände mit Sitzungsprotokollen des Stadtrats ab 1946 archivierte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die ersten Dokumente in den neuen Räumlichkeiten. Diese hatten es dem Stadtoberhaupt so angetan, dass er sie nur ungern wieder aus der Hand gab und in die Regale ihres neuen Bestimmungsortes einstellte.

Was viele nicht wissen: Engelhard und seine vier Mitarbeiter sammeln und erhalten nicht nur, sondern müssen sehr viel Material aussortieren. Nur um die zehn Prozent der bewerteten Papierakten, schätzt Engelhard, sei erhaltenswert. Hier mache sich immer mehr die Papierflut der neueren Vergangenheit bemerkbar. Deren Eindämmung durch den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung sei noch immer nicht absehbar. Man könne eher von einer Verstärkung reden, so Engelhard. Ablesbar ist dies auch in Zahlen: Zwischen 1989 und 2006 verdoppelte sich der Archivbestand auf nunmehr 1 424 laufende Meter.

Fast die Hälfte des Bestands des Stadtarchiv bilden Dokumente der Stadt ab 1803. Das gut erhaltene Archiv der Reichsstadt (bis 1803) hat dagegen nur einen Anteil von knapp zehn Prozent, bietet jedoch einen umfassenden Einblick in die Reichsstädte und ihre politischen und historischen Verhältnisse. Daneben befinden sich Dokumente aus den eingemeindeten Orten, von Stiftungen sowie Sammlungen, Zunft-, Vereins- und Privatarchive unter der Obhut des Stadtarchivs. Rund 260 Personen und Institutionen bedienten sich im letzten Jahr dieses umfassenden Wissens.

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